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Müttergenesungswerk fordert politischen Kurswechsel mit Kampagne "Mütter auf die Eins!"
Jede vierte Mutter in Deutschland benötigt aktuell eine stationäre Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme – gleichzeitig wird genau in diesem Bereich gespart.
Zum Muttertag startet das Müttergenesungswerk die Kampagne „Mütter auf die Eins!“ und fordert einen politischen Kurswechsel in der Gesundheits- und Sozialpolitik.
Maßnahmen der Kampagne:
- Care-Manifest: Forderungen und Lösungsansätze für politische Verbindlichkeit → Jetzt unterzeichen!
- Muttertags-Wunschliste: Was wünschen sich Mütter wirklich zum Muttertag? Alle gesammelten Wünsche werden im Herbst an die Politik übergeben → Jetzt Wunsch eintragen!
- Care-Report: Was wäre deine Sorgearbeit wert, wenn man sie bezahlen würde? → Mit dem Care-Rechner kannst du deinen Wert ausrechnen lassen.
- Social Media Aktionen: Aufklärung und Aufmerksamkeit → Jetzt reinschauen
- Zahlen und Fakten: Live-Ticker und weitere interessante Zahlen und Fakten
Stellungnahme des MGW zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz
Versorgungsstruktur wird weiter begrenzt und in der Existenz bedroht
20.04.2026
Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hat am Freitag einen Referentenentwurf eines Gesetzes zur Stabilisierung der Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz) vorgelegt.
Die Neuregelung der GKV-Ausgaben betrifft nicht nur Versicherte, sondern auch Leistungserbringer. Als anerkannte Einrichtungen des Müttergenesungswerks zählen unsere DRK-Zentren für Gesundheit und Familie auf Amrum, Pellworm und in Plön zu den gemeinnützigen Kliniken im Bereich der Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen für Mütter und Väter. Der finanzielle Spielraum ist bereits knapp. Die Versorgungsstruktur wird durch die Vorschläge des Referentenentwurfs weiter begrenzt und in der Existenz bedroht.
Obwohl die Beschränkung der GKV-Ausgaben einen umfassenden Sachverhalt mit weitreichenden Konsequenzen betrifft, hatten Organisationen kaum Zeit, darauf zu reagieren. Bis gestern, 9 Uhr wurden Verbände und Organisationen um ihre Stellungnahme gebeten. Am Nachmittag sollte eine Erläuterung des Referentenentwurfs erfolgen.
Das Müttergenesungswerk, zu dessen Netzwerk unsere Kliniken zählen, hat zum Referentenentwurf des BMG Stellung genommen:
Magische Sonnenaufgänge über unserer Kurklinik in Plön
Ein besonderer Start in den Tag: Am 9. April 2026 zeigte sich der Himmel über unserer Mutter-/Vater-Kind-Klinik in Plön in den Morgenstunden von seiner schönsten Seite. Leuchtende Rot- und Orangetöne spiegelten sich im Wasser und tauchten die ruhige Umgebung in eine warme, fast magische Stimmung.
Dieser beeindruckende Sonnenaufgang erinnert uns daran, wie wertvoll Momente der Ruhe und Erholung sind – genau das, was wir unseren großen und kleinen Gästen während ihrer Kur ermöglichen möchten. Ein Tag, der so beginnt, kann nur gut werden.
Foto: Mirja Priester
Warum Gesundheit auch eine Frage der Gleichberechtigung ist
Gesundheit ist kein Zufall – sie hängt stark davon ab, wie wir leben, arbeiten und Verantwortung tragen. Für Eltern bedeutet das: Wer im Alltag mehr Sorgearbeit übernimmt, trägt oft auch ein höheres gesundheitliches Risiko.
Ungleich verteilt – auch die Belastung
Sorgearbeit ist ein zentraler Faktor für Gesundheit. Gleichzeitig ist sie in vielen Familien ungleich verteilt. Besonders Mütter übernehmen häufig den größeren Anteil an Betreuung, Organisation und emotionaler Verantwortung.
Diese ungleiche Verteilung wirkt sich direkt auf die Gesundheit aus – denn Mehrfachbelastungen, Zeitdruck und hohe Erwartungen erhöhen das Risiko für körperliche und psychische Beschwerden.
Gesundheit braucht faire Rahmenbedingungen
Gesundheit entsteht nicht nur durch individuelles Verhalten, sondern auch durch gesellschaftliche Strukturen. Dazu gehören:
- die Vereinbarkeit von Familie und Beruf
- Zugang zu Gesundheitsangeboten
- und die Anerkennung von Sorgearbeit
Fehlen hier passende Rahmenbedingungen, wird es für viele Eltern schwer, langfristig gesund zu bleiben.
Eltern-Burnout: Warum wir genauer hinschauen sollten
Viele Eltern kennen das Gefühl, ständig erschöpft zu sein. Zwischen Familie, Beruf und Alltag bleibt kaum Zeit für sich selbst. Der Begriff „Eltern-Burnout“ scheint dafür eine schnelle Erklärung zu liefern – doch so einfach ist es nicht.
Eltern-Burnout: Ein Begriff, viele Realitäten
„Eltern-Burnout“ fasst unterschiedliche Belastungen zusammen – und genau darin liegt die Herausforderung. Denn Mütter und Väter sind nicht gleich betroffen. Sie erleben Stress, Erschöpfung und Überforderung unter unterschiedlichen Bedingungen und reagieren auch unterschiedlich darauf.
Eine differenzierte Betrachtung ist deshalb wichtig: Wer ist besonders belastet? Welche Faktoren spielen eine Rolle? Und welche Unterstützung wird wirklich gebraucht?







