Sorgearbeit braucht Politik – Mütter auf die Eins!
Care-Manifest des Müttergenesungswerks fordert stärkere politische Unterstützung für die Gesundheit von Müttern, Vätern und pflegenden Angehörigen
Kiel, 01. Oktober 2026 – Mütter, Väter und pflegende Angehörige leisten jeden Tag unverzichtbare Sorgearbeit. Was kann Politik konkret tun, um ihre Gesundheit zu schützen und zu stärken? Das Müttergenesungswerk (MGW) formuliert dazu in seinem Care-Manifest sieben konkrete politische Forderungen.
Die DRK-Zentren für Gesundheit und Familie in Plön, auf Pellworm und Amrum rufen anlässlich der Woche der Gesundheit dazu auf, das Care-Manifest zu unterstützen und mit der eigenen Unterschrift der Gesundheit von Menschen, die täglich Sorgearbeit leisten, eine Stimme zu geben. muetter-auf-die-eins.de
30 Jahre DRK-Zentrum auf Pellworm 
Ein besonderer Anlass, den wir gerne mit euch feiern möchten!
Seit 30 Jahren ist unser DRK-Zentrum – das Dr. Gabriele Akkerman-Haus – ein Ort für Familien, Begegnungen und Erholung. Zu unserem Jubiläum öffnen wir unsere Türen und laden euch herzlich zu unserem Tag der offenen Tür ein:
23. September 2026
14:30–18:30 Uhr
DRK-Zentrum für Gesundheit und Familie
Dr. Gabriele Akkerman-Haus
Uthlandestraße 8, 25849 Pellworm
Was euch erwartet?
- Ein Blick hinter die Kulissen unseres Hauses
- Einblicke in unsere Arbeit als Vorsorgeeinrichtung für Mütter, Väter und Kinder
- Geschichten und Erinnerungen aus 30 Jahren DRK-Zentrum
- Schöne Aktionen und Schnupperangebote für Groß und Klein
- Und natürlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt!
Ob Pellwormer oder Inselgast – kommt vorbei, lernt uns, unser Haus und unsere Arbeit kennen und feiert mit uns 30 Jahre DRK-Zentrum auf Pellworm. Wir freuen uns auf euch!
Mutter-Kind-Kur mit mehreren Kindern: Auszeit für Mütter und Väter
Eine Kur mit zwei oder mehr Kindern – ist das überhaupt möglich? Ja. Eine Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur kann auch mit mehreren Kindern stattfinden. Gerade für Eltern, die im Alltag besonders gefordert sind, kann eine solche Auszeit eine wertvolle Möglichkeit sein, neue Kraft zu schöpfen und etwas für die eigene Gesundheit zu tun.
Freie Kurplätze in 2026
Im Herbst und Winter gibt es aktuell noch Restplätze für Mütter oder Väter mit zwei oder mehr Kindern.
Wer eine Kur mit mehreren Kindern plant, kann sich jetzt über die noch verfügbaren Termine und die passenden Möglichkeiten informieren.
„Der Austausch mit anderen Vätern hilft enorm.“
Ein Beitrag des Müttergenesungswerks
Ein alleinerziehender Vater über Erschöpfung, Verantwortung und neue Kraft durch eine Vater-Kind-Kur.
Als Fabian mit seinen beiden Töchtern zur Kur fuhr, war er seit dreieinhalb Jahren alleinerziehender Vater. Vollzeitjob, Pendelstrecke, keine Familie vor Ort – sein Alltag ist geprägt von Verantwortung und permanenter Doppelbelastung. In seinem persönlichen Erfahrungsbericht erzählt er, warum er sich für eine Vater-Kind-Kur entschieden hat, wie er die Gemeinschaft in der Klinik erlebt hat und was sich seitdem für ihn und seine Familie verändert hat.
Sieben Forderungen. Jede belegt. Jede überfällig.
Das Müttergenesungswerk hat sieben umsetzbare Forderungen aufgestellt, mit denen sie die Politik auffordert, Sorgearbeit als das anzuerkennen, was sie ist: systemrelevant, gesundheitlich riskant und gesellschaftlich unverzichtbar.
Wer diese Forderungen unterzeichnet, setzt ein öffentliches Zeichen. Im Herbst 2026 werden alle Unterschriften an die Politik übergeben.
#mütteraufdieeins!
Die Forderungen:
1) Sorgearbeit gesellschaftlich anerkennen
»Jährlich werden in Deutschland 117 Milliarden Stunden Sorgearbeit geleistet. Frauen leisten dabei täglich 79 Minuten mehr unbezahlte Sorgearbeit als Männer – Jahr für Jahr, ohne Anerkennung, ohne Absicherung, mit gesundheitlichen Folgen. Wir fordern, dass diese Arbeit gesellschaftlich und politisch anerkannt wird und Sorgearbeit in allen Bereichen Berücksichtigung findet.«
2) Nationales Gesundheitsziel entwickeln
»7 von 10 Eltern in Deutschland sind erschöpft oder ausgebrannt. In keinem nationalen Gesundheitsziel wird dies spezifisch berücksichtigt. Wir fordern, dass das endet.«
3) Pflichtleistungen für Sorgearbeit Leistende schützen
»Mutter-Kind-Vorsorge- und Rehamaßnahmen sind gesetzliche Pflichtleistungen – kein ›Nice-to-have‹. Wir fordern, dass diese Gesundheitsversorgung nicht dem Spardruck geopfert wird.«
4) Investitionen in die Gesundheitsversorgung
»Jede vierte Mutter in Deutschland braucht eine stationäre medizinische Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme. Die Wartezeiten betragen derzeit bis zu einem Jahr, wodurch sich der Gesundheitszustand bis zum Maßnahmenbeginn weiter verschlechtert. Wir fordern, dass der Bund den Erhalt und Ausbau der Platzkapazitäten, die schon längst gebraucht werden, aktiv fördert.«
5) Beratungsstellen dauerhaft absichern
»Wer eine Beratungsstelle im MGW zur Seite hat, erhält die passende Unterstützung – wird gut durch Antragsstellung, Fragen und die Vorbereitung auf die Maßnahme begleitet. Doch Patient*innen haben keinen Rechtsanspruch auf diese Beratung. Das wirkt sich negativ auf einen diskriminierungsfreien und niedrigschwelligen Zugang zu stationären Vorsorge- und Rehamaßnahmen aus. Wir fordern, dass sich das ändert.«
6) Pflegende Angehörige gleichstellen
»Millionen Menschen pflegen ihre Angehörigen zu Hause – rund um die Uhr, ohne Feierabend, oft jahrelang. Fast alle von ihnen sind selbst krank. Wir fordern, dass auch der Zugang zu stationären Vorsorgemaßnahmen erleichtert wird.«
7) Ärztliche Verordnungen verbindlich machen
»Jeden Tag werden in Deutschland rund 70 Anträge auf eine Vorsorge- oder Rehamaßnahme für Sorgearbeit Leistende abgelehnt – obwohl Ärztinnen und Ärzte sie verordnet haben. Wir fordern, dass diese Verordnungen verbindlich werden.«
Weitere Informationen zu den jeweiligen Forderungen unter:
https://www.muetter-auf-die-eins.de/#manifest
Jetzt unterzeichnen!

