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DRK - Zentren für Gesundheit und Familie

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Neuigkeiten aus den DRK-Zentren für Gesundheit und Familie

Mutter-Vater-Kind-Kur : Care-Manifest
02.07.2026 08:46 ( 49 x gelesen )

Sieben Forderungen. Jede belegt. Jede überfällig.

Das Müttergenesungswerk hat sieben umsetzbare Forderungen aufgestellt, mit denen sie die Politik auffordert, Sorgearbeit als das anzuerkennen, was sie ist: systemrelevant, gesundheitlich riskant und gesellschaftlich unverzichtbar.

Wer diese Forderungen unterzeichnet, setzt ein öffentliches Zeichen. Im Herbst 2026 werden alle Unterschriften an die Politik übergeben. 

Jetzt unterschreiben
 

#mütteraufdieeins!

Die Forderungen:

1) Sorgearbeit gesellschaftlich anerkennen

»Jährlich werden in Deutschland 117 Milliarden Stunden Sorgearbeit geleistet. Frauen leisten dabei täglich 79 Minuten mehr unbezahlte Sorgearbeit als Männer – Jahr für Jahr, ohne Anerkennung, ohne Absicherung, mit gesundheitlichen Folgen. Wir fordern, dass diese Arbeit gesellschaftlich und politisch anerkannt wird und Sorgearbeit in allen Bereichen Berücksichtigung findet.«

2) Nationales Gesundheitsziel entwickeln

»7 von 10 Eltern in Deutschland sind erschöpft oder ausgebrannt. In keinem nationalen Gesundheitsziel wird dies spezifisch berücksichtigt. Wir fordern, dass das endet.«

3) Pflichtleistungen für Sorgearbeit Leistende schützen

»Mutter-Kind-Vorsorge- und Rehamaßnahmen sind gesetzliche Pflichtleistungen – kein ›Nice-to-have‹. Wir fordern, dass diese Gesundheitsversorgung nicht dem Spardruck geopfert wird.«

4) Investitionen in die Gesundheitsversorgung

»Jede vierte Mutter in Deutschland braucht eine stationäre medizinische Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme. Die Wartezeiten betragen derzeit bis zu einem Jahr, wodurch sich der Gesundheitszustand bis zum Maßnahmenbeginn weiter verschlechtert. Wir fordern, dass der Bund den Erhalt und Ausbau der Platzkapazitäten, die schon längst gebraucht werden, aktiv fördert.«

5) Beratungsstellen dauerhaft absichern

»Wer eine Beratungsstelle im MGW zur Seite hat, erhält die passende Unterstützung – wird gut durch Antragsstellung, Fragen und die Vorbereitung auf die Maßnahme begleitet. Doch Patient*innen haben keinen Rechtsanspruch auf diese Beratung. Das wirkt sich negativ auf einen diskriminierungsfreien und niedrigschwelligen Zugang zu stationären Vorsorge- und Rehamaßnahmen aus. Wir fordern, dass sich das ändert.«

6) Pflegende Angehörige gleichstellen

»Millionen Menschen pflegen ihre Angehörigen zu Hause – rund um die Uhr, ohne Feierabend, oft jahrelang. Fast alle von ihnen sind selbst krank. Wir fordern, dass auch der Zugang zu stationären Vorsorgemaßnahmen erleichtert wird.«

7) Ärztliche Verordnungen verbindlich machen

»Jeden Tag werden in Deutschland rund 70 Anträge auf eine Vorsorge- oder Rehamaßnahme für Sorgearbeit Leistende abgelehnt – obwohl Ärztinnen und Ärzte sie verordnet haben. Wir fordern, dass diese Verordnungen verbindlich werden.«
 

Weitere Informationen zu den jeweiligen Forderungen unter:
https://www.muetter-auf-die-eins.de/#manifest

Jetzt unterzeichnen!


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