MGW Woche der Gesundheit Care Manifest

Datum 01.10.2026 12:24 | Thema: Mutter-Vater-Kind-Kur

Sorgearbeit braucht Politik – Mütter auf die Eins!

Care-Manifest des Müttergenesungswerks fordert stärkere politische Unterstützung für die Gesundheit von Müttern, Vätern und pflegenden Angehörigen

Kiel, 01. Oktober 2026 – Mütter, Väter und pflegende Angehörige leisten jeden Tag unverzichtbare Sorgearbeit. Was kann Politik konkret tun, um ihre Gesundheit zu schützen und zu stärken? Das Müttergenesungswerk (MGW) formuliert dazu in seinem Care-Manifest sieben konkrete politische Forderungen.

Die DRK-Zentren für Gesundheit und Familie in Plön, auf Pellworm und Amrum rufen anlässlich der Woche der Gesundheit dazu auf, das Care-Manifest zu unterstützen und mit der eigenen Unterschrift der Gesundheit von Menschen, die täglich Sorgearbeit leisten, eine Stimme zu geben. muetter-auf-die-eins.de


Sorgearbeit hält unsere Gesellschaft zusammen. Mütter, Väter und pflegende Angehörige übernehmen täglich Verantwortung – häufig unsichtbar und über die eigenen Grenzen hinaus. Ständiger Zeitdruck, berufliche Belastungen und die Herausforderung, Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren, können auf Dauer zu gesundheitlichen Erkrankungen und psychischer Belastung führen.

 

Erschöpfte Mütter und Väter finden in den DRK-Zentren für Gesundheit und Familie auf den Nordseeinseln Amrum und Pellworm und im Holsteinischen Plön die oft dringend benötigte medizinisch-therapeutische Unterstützung. Die dreiwöchigen, stationären Vorsorgeangebote bieten ihnen die Möglichkeit, die eigene Gesundheit in den Blick zu nehmen, neue Kraft zu schöpfen und langfristig wieder mehr Stabilität für den Familienalltag zu gewinnen.

 

„Sorgearbeit ist systemrelevant und gesellschaftlich unverzichtbar. Der Schutz der Gesundheit und die Anerkennung dieser Leistung müssen deshalb im Gesundheitswesen und in der Politik stärker berücksichtigt werden. Gerade heute gilt es, die notwendigen Strukturen zu sichern und in Prävention zu investieren. Denn wer heute Gesundheit stärkt, kann gesundheitlichen und gesellschaftlichen Folgekosten von morgen vorbeugen“, bekräftigt Markus Lubanski, Geschäftsführer der DRK-Zentren für Gesundheit und Familie. Sie zählen zu den 70 gemeinnützigen Kliniken des Müttergenesungswerks.

 

Der Handlungsbedarf ist groß: Rund 24 Prozent der Mütter und 14 Prozent der Väter in Deutschland haben Bedarf an einer stationären Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme. Das zeigt eine InterVal-Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).

Mit seinem Care-Manifest zeigt das Müttergenesungswerk konkrete Wege auf, wie die gesundheitliche Versorgung von Menschen mit Sorgeverantwortung verlässlich gestärkt und die dafür notwendigen Unterstützungsstrukturen langfristig gesichert werden können.

 

Jede Unterschrift stärkt die Gesundheit der Menschen, die Sorgearbeit leisten. Im Herbst wird das Müttergenesungswerk die gesammelten Unterschriften an die Politik übergeben.

 

Weitere Informationen und die Möglichkeit, das Care-Manifest digital zu unterzeichnen:

muetter-auf-die-eins.de
muettergenesungswerk.de





Dieser Artikel stammt von Mutter-Vater-Kind-Kuren Nordsee und Ostsee
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