Warum Gesundheit auch eine Frage der Gleichberechtigung ist
Gesundheit ist kein Zufall – sie hängt stark davon ab, wie wir leben, arbeiten und Verantwortung tragen. Für Eltern bedeutet das: Wer im Alltag mehr Sorgearbeit übernimmt, trägt oft auch ein höheres gesundheitliches Risiko.
Ungleich verteilt – auch die Belastung
Sorgearbeit ist ein zentraler Faktor für Gesundheit. Gleichzeitig ist sie in vielen Familien ungleich verteilt. Besonders Mütter übernehmen häufig den größeren Anteil an Betreuung, Organisation und emotionaler Verantwortung.
Diese ungleiche Verteilung wirkt sich direkt auf die Gesundheit aus – denn Mehrfachbelastungen, Zeitdruck und hohe Erwartungen erhöhen das Risiko für körperliche und psychische Beschwerden.
Gesundheit braucht faire Rahmenbedingungen
Gesundheit entsteht nicht nur durch individuelles Verhalten, sondern auch durch gesellschaftliche Strukturen. Dazu gehören:
- die Vereinbarkeit von Familie und Beruf
- Zugang zu Gesundheitsangeboten
- und die Anerkennung von Sorgearbeit
Fehlen hier passende Rahmenbedingungen, wird es für viele Eltern schwer, langfristig gesund zu bleiben.
Was sich ändern muss
Damit Eltern gesund bleiben können, braucht es mehr als gute Vorsätze. Entscheidend sind:
- eine gerechtere Verteilung von Sorgearbeit
- verlässliche Unterstützungsangebote
- und ein gleichberechtigter Zugang zur Gesundheitsversorgung
Denn: Gesundheit und Gleichberechtigung gehören untrennbar zusammen.
Kurz gesagt:
Eltern tragen täglich Verantwortung für andere – ihre eigene Gesundheit darf dabei nicht aus dem Blick geraten. Eine faire Verteilung von Aufgaben und bessere Rahmenbedingungen sind dafür entscheidend.
Quellen:
Originalartikel: Warum Gesundheit eine Frage der Gleichberechtigung ist | Müttergenesungswerk
Quellen der Originalartikels:
Zeitverwendungserhebung (ZVE) des Statistischen Bundesamts (Destatis), 2022/Revidierung Daten 2024
https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Einkommen-Konsum-Lebensbedingungen/Zeitverwendung/Ergebnisse/_inhalt
Statistisches Bundesamt (Destatis), 2025
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/12/PD25_453_621.html
Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), 2025
https://www.zew.de/presse/pressearchiv/einkommensverlust-nach-geburt-weit-hoeher-als-bisher-gedacht
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